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STRÖMUNG 3 VON 5

BUDDHISTISCHES QIGONG

佛家氣功 · fó jiā qìgōng

Chan/Zen · Geist-Klärung · Leere

Was sie ist

Buddhistisches Qigong ist die Synthese, die nach dem Eintritt des Buddhismus in China (ab 1. Jh. n. Chr.) entstand. Sie verbindet buddhistische Meditationspraxis (besonders Chan-Buddhismus, im Westen als Zen bekannt) mit daoistischen Körper- und Atemtechniken. Sie ist stärker meditativ-introspektiv, mit Schwerpunkt auf Geist-Klärung und Befreiung von Anhaftung.

Geschichte

Der Buddhismus kam im 1.–2. Jh. n. Chr. nach China; die ersten großen chinesischen Buddhisten waren oft daoistisch vorgebildet — daher die frühe Synthese. Die Chan-Schule (禪宗, „Meditations-Schule", später in Japan als Zen) entstand im 5.–6. Jahrhundert.

Die populäre Tradition schreibt das Shaolin-Qigong dem Mönch Bodhidharma (達摩, Damo) zu (um 520 n. Chr.).

Eine ehrliche Wahrheit zum Yi Jin Jing

Erstens — Die Bodhidharma-Zuschreibung des Yi Jin Jing ist eine späte Legende, nicht historische Tatsache. Der Text wurde tatsächlich 1624 vom daoistischen Priester Zining vom Berg Tiantai (Ming-Dynastie) geschrieben und Bodhidharma fälschlich zugeschrieben.

Zweitens — Das ist keine Abwertung: Das Yi Jin Jing ist als Form wertvoll, von vielen Schulen gepflegt, mit messbaren Wirkungen. Wichtig ist nur, die historische Wahrheit ehrlich zu nennen statt der Legende.

Schlüssel-Texte & klassische Formen

Yi Jin Jing (易筋經, Muskel-Sehnen-Wandlungs-Klassiker, 1624, 12 Posturen); Xi Sui Jing (Mark-Reinigungs-Klassiker); das Platform Sutra des Hui Neng (638–713, sechster Patriarch); Shaolin Qigong; die Chan-Sitzmeditation (zazen / chánzuò). Das Yi Jin Jing ist heute eine der vier offiziellen Health-Qigong-Formen der VR China.

Lebende Tradition

Der Shaolin-Tempel (Henan, gegründet 495 n. Chr.). Im Westen zahlreiche Zen-Klöster (San Francisco Zen Center, Plum Village von Thich Nhat Hanh), direkt oder indirekt mit chinesischem Chan verbunden.

Was Qigong64 übernimmt

Sitzmeditation als gleichwertige Form neben Steh- und Bewegungs-Qigong (Berg-Hexagramme bevorzugt sitzend); klare Tor-50-Disziplin (Leere/sunyata, Nicht-Anhaftung/anatta als Schwester der Tor-50-Praxis — jede Meditation kehrt an die stille Mitte zurück); der Innere-Lächeln-Stil für freudige Modi; das Yi Jin Jing als Bewegungs-Quelle mit ehrlicher Quellenangabe.

Codex-Anschluss

Buddhistisches Qigong ist der stärkste Anker für die Berg-Modi (Stille, Halten, Verdichten — Hex 52 Gen und verwandte). Das buddhistische sunyata (Leere) ist eine direkte Parallele zur transversalen Tor-50-Stille.

Brücken im Codex: Trigramm Berg (Gen) ↗ · Tor 50 ↗

Quellen

Wikipedia — Yijin Jing · Wikipedia — Bodhidharma · Wikipedia — Hui Neng · Britannica — Qigong

Die anderen Strömungen

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