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WIND

巽 · Xùn

Sanftheit · Durchdringung

Das Wesen

Xun ist der Wind — ein nachgebender Yin-Strich unten, darüber zwei feste Yang-Linien. Es ist die sanfte, beharrliche Durchdringung: der Wind, der überall hineinweht, das Wasser, das in jede Ritze sickert, die Wurzel, die unmerklich in den Boden wächst. Xun wirkt nicht mit Gewalt, sondern mit Stetigkeit.

Das Sanfte überwindet das Harte, wenn es nicht nachlässt. Die Lehre des Xun ist geduldige Einflussnahme: in kleinen, wiederholten Schritten dorthin gelangen, wohin ein einzelner Stoß nie käme. So durchdringt der Atem den ganzen Körper — leise, vollständig, unaufhörlich.

Die drei Linien

Yang oben · Yang in der Mitte · Yin unten — das Weiche, das von unten eindringt.

Qualität & Bewegung

Element

Holz/Wind

Jahreszeit

Frühsommer

Himmelsrichtung

Südost

Bewegung

Eindringen, durchwehen

Körper

Oberschenkel, Galle

Familie

Älteste Tochter

Codex-Korrespondenz

Xun trägt im Codex die weiche Vermittlung M4 — die Schicht, die zwischen den Polen sanft vermittelt, das Durchatmen der inneren Merkaba-Architektur.

Brücke zum Codex: M4 ↗ · Hex 59 Auflösung ↗

Atem-Tonalität

Modi mit Xun tragen einen sehr gleichmäßigen, fein durchgehenden Atem ohne harte Übergänge — der Atem soll wie Wind durch den ganzen Körper streichen. Der reine Xun-Modus (Hex 57, noch nicht als Praxis live) durchdringt; übe ersatzweise Hex 59 Auflösung (4-0-12-0), der die Xun-Qualität trägt.

Die 8 Modi mit Xun als unterem Trigramm

Das untere Trigramm ist der innere Keim — hier ist Wind der verborgene Grund.

Die 8 Modi mit Xun als oberem Trigramm

Das obere Trigramm ist die äußere Gestalt — hier zeigt sich Wind nach außen.

Verwandte Trigramme

Auflösung üben (Hex 59) Alle 64 Modi