巽 · Xùn
Sanftheit · Durchdringung
Xun ist der Wind — ein nachgebender Yin-Strich unten, darüber zwei feste Yang-Linien. Es ist die sanfte, beharrliche Durchdringung: der Wind, der überall hineinweht, das Wasser, das in jede Ritze sickert, die Wurzel, die unmerklich in den Boden wächst. Xun wirkt nicht mit Gewalt, sondern mit Stetigkeit.
Das Sanfte überwindet das Harte, wenn es nicht nachlässt. Die Lehre des Xun ist geduldige Einflussnahme: in kleinen, wiederholten Schritten dorthin gelangen, wohin ein einzelner Stoß nie käme. So durchdringt der Atem den ganzen Körper — leise, vollständig, unaufhörlich.
Yang oben · Yang in der Mitte · Yin unten — das Weiche, das von unten eindringt.
Xun trägt im Codex die weiche Vermittlung M4 — die Schicht, die zwischen den Polen sanft vermittelt, das Durchatmen der inneren Merkaba-Architektur.
Brücke zum Codex: M4 ↗ · Hex 59 Auflösung ↗
Modi mit Xun tragen einen sehr gleichmäßigen, fein durchgehenden Atem ohne harte Übergänge — der Atem soll wie Wind durch den ganzen Körper streichen. Der reine Xun-Modus (Hex 57, noch nicht als Praxis live) durchdringt; übe ersatzweise Hex 59 Auflösung (4-0-12-0), der die Xun-Qualität trägt.
Das untere Trigramm ist der innere Keim — hier ist Wind der verborgene Grund.
Das obere Trigramm ist die äußere Gestalt — hier zeigt sich Wind nach außen.
Hinweis: Codex LUX ist ein kontemplatives, spirituelles Praxis-Angebot. Die Inhalte (Meditationen, Atem-, Bewegungs- und QiGong-Übungen, Texte) sind kein medizinisches Heilversprechen, keine Diagnose, Therapie oder Heilbehandlung und ersetzen nicht den Rat von Ärztin/Arzt oder Therapeut:in. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.
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